Stromerzeugung ohne Atomkraft

Veröffentlicht am 16.10.2011 in Ortsverein

Pressemitteilung vom 16.10.2011 Zu diesem Thema hatte der SPD Ortsverein Buer-Mitte I auch den ehemaligen SPD Staatssekretär im Umweltministerium Michael Müller eingeladen. Er bezeichnete den Ausstieg aus der Atomkraft als riesige Chance für Deutschland, technologisch eine führende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung erneuerbarer Energien zu übernehmen. „Viele Länder“, so Michael Müller, „beobachten die Entwicklung in Deutschland sehr genau, um von Deutschland zu lernen. Nur wenn es gelingt, mit Energie effizienter umzugehen, sind in den nächsten Jahrzehnten Ressourcenkriege zu vermeiden.“

„Ein effizienter Einsatz der Kohle bei der Stromerzeugung“, ergänzte Holger Grzella, Betriebsratsvorsitzender bei der E.ON Kraftwerke GmbH, „ist durch die Erhöhung des Wirkungsgrades bei einem Neubau von Kraftwerken möglich. Nur dann“, so Holger Grzella, „werden wir die CO2-Umweltbelastung verringern können.“ Übereinstimmung herrschte auf der sehr gut besuchten Veranstaltung in der Gaststätte Seifen darin, dass die Stromerzeugung der Zukunft dezentraler organisiert werden müsse. Dabei kommt der Netzregulierung eine besondere Bedeutung zu, da die Speicherung nach wie vor die größte Herausforderung darstellt. Aber auch kritische Stimmen wurden laut; so etwa die Frage des Rückbaus der Atomkraftwerke in den nächsten Jahrzehnten. Einige Anwesende stellten den Alleingang Deutschlands in Frage. Die Sicherheit der Atomkraftwerke in den europäischen Nachbarländern ist auch für Deutschland von großer Bedeutung. Kritisch wurde ein möglicher Import von Atomstrom angesprochen. Dr. Klemens Wittebur, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Buer-Mitte I und Moderator der Veranstaltung mahnte eine notwendige Energieeinsparung in den nächsten Jahren an. „Nur wenn es gelingt, neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien“, so Dr. Wittebur, „auch beim Stromverbrauch insgesamt zu sparen, wird es möglich sein, ohne Atomstrom auszukommen und gleichzeitig den Ausstoß von CO2 zu verringern.“