Konsequenter Nichtraucherschutz in NRW

Veröffentlicht am 25.01.2013 in Ortsverein

So lässt sich die gut besuchte Diskussionsveranstaltung zusammenfassen, zu der die SPD in die Gaststätte Seifen eingeladen hatte. „Wir wollen keine Ausnahmen mehr zulassen“, so der eingeladene Referent Roland Adelmann (SPD MdL). „Alle Juristen haben uns bei den Anhörungen dargelegt, dass bei jeder Ausnahme weitere Ausnahmen eingeklagt werden.“ Mit dieser Argumentation hatte es Roland Adelmann nicht einfach.

Die bekannten Argumente der Gegner eines konsequenten Nichtraucherschutzes reichten von der Einschränkung individueller Freiheitsrechte bis zum allseits befürchteten Kneipensterben. Aber auch die Befürworter meldeten sich zu Wort. Was in anderen Ländern seit Jahren selbstverständlich sei, müsse auch in Deutschland möglich sein. Roland Adelmann, ausgebildeter Kinderarzt, warb für die jetzige konsequente Lösung. „Auch wenn es für die Eckkneipe schwierig wird“, so Adelmann, „gibt es zu den jetzt beschlossenen Grundsätzen keine Alternative“. Details müssten die Verwaltungsvorschriften regeln, die zurzeit erarbeitet werden. Er erinnerte auch an die Entwicklung der letzten 30 Jahre, in deren Verlauf das Rauchen in öffentlichen und halböffentlichen Räumen immer weiter eingeschränkt worden sei. Und so konnten sich viele der Anwesenden noch gut an Zeiten erinnern, in denen in Versammlungen selbstverständlich geraucht wurde und keiner es wagte, einen Antrag auf Rauchverbot zu stellen. „In ein paar Jahren“, da ist sich Dr. Klemens Wittebur, Vorsitzender der SPD in Buer, sicher, „wird der konsequente Nichtraucherschutz in NRW eine Selbstverständlichkeit sein. Bis dahin wird es sicherlich noch viele hitzige Diskussionen geben; so wie auch auf dieser SPD Veranstaltung, in der das für und wider ausgetauscht wurde.