Bildquelle: spd.deAuf viel Interesse stieß die letzte Veranstaltung des SPD Ortsvereins Buer-Mitte I zur Bürgerversicherung. In der voll besetzen Gaststätte Seifen an der Cranger Straße in Buer informierte Dr. Karin Lizium, Wahlkreisreferentin des SPD-Bundestagsabgeordneten Joachim Poß, zunächst über die Auswirkungen der von der jetzigen Bundesregierung beschlossenen Zusatzbeiträge für die Krankenversicherung.
„Hier müssen die Versicherten“, so Dr. Karin Lizium, „demnächst alle Kostensteigerungen über eine einkommensunabhängige Kopfpauschale selbst finanzieren, da der Arbeitsgeberbeitrag nicht über 7,3% ansteigen kann. Experten gehen davon aus, dass dies schnell 10-30 € pro Monat werden können.“ Das Konzept der Bürgerversicherung dagegen hält daran fest, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen an der Finanzierung beteiligt werden. Zusätzlich sollen Steuermittel dafür sorgen, dass auch Kapitaleinkommen, für die Steuern gezahlt werden, sich an der Finanzierung der Bürgerversicherung beteiligen. „Da nach den Vorstellungen der SPD“, so Dr. Klemens Wittebur, Vorsitzender der SPD Ortsvereins Buer-Mitte I, „alle Erwerbstätigen in der Bürgerversicherung solidarisch versichert sein sollen, entfällt dann die Möglichkeit bestimmter Berufsgruppen (z.B. Beamten, Selbstständige und Arbeitnehmer mit hohem Einkommen), sich privat zu versichern.“ Für jetzt bereits privat Versicherte wird es einen Bestandsschutz mit einer Wechselmöglichkeit in die Bürgerversicherung geben. Erste Berechnungen von Experten haben der SPD gezeigt, dass der jetzige Beitrag für die Versicherten dann von 8,2% auf ca. 7,6 % gesenkt werden kann. „Die SPD will das Konzept der Bürgerversicherung in den Mittelpunkt der nächsten Bundestagswahl rücken“, so Dr. Klemens Wittebur. „Bis dahin muss noch viel Informationsarbeit geleistet werden. Am Samstag, 8. Oktober 2011 wird es in der Zeit von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr weitere Infos zu dem Thema auf der Hochstraße in Buer geben.“